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Angst

Angst ist in die Zukunft gerichtete Sorge die aus den Erfahrungen der Vergangenheit entsteht. Das bedeutet nicht, dass tatsächlich etwas Schlimmes in der Zukunft passieren wird, sondern nur, dass sich die Person ausmalt, was alles Schreckliches eintreffen wird.

Die Angst äußert sich meist auch in körperlichen Symptomen. Das sind beim Menschen vor allem Herzklopfen, der Anstieg des Blutdrucks, Erröten, schnellere Atmung oder auch Atemnot, trockener Mund, veränderte Mimik, Erblassen, Schwitzen, Zittern, Schwindelgefühl, Übelkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmacht, Durchfall, Harndrang, sowie eventuell auch Wahrnehmungsstörungen oder Ohnmacht. Vermittelt werden diese Reaktionen durch das sympathische Nervensystem.

Aufgrund der Angst wird eine Aktivierung eingeleitet, welche körperliche Ressourcen für das sofortige Handeln bereitstellt. Diese ist in uns Menschen seit mehreren hunderttausenden von Jahren angelegt und diente zum Überleben.

Zunächst kann diese Aktivierung unter Umständen zu Lähmung und Verharren und einer Schreckstarre führen (dies ist vorteilhaft, weil viele Raubtiere auf Bewegung reagieren). So kann die Begegnung mit Unbekanntem je nach Bereitschaft und Erleben der Situation sowohl angstvolles Weglaufen als auch neugierige Hinwendung hervorrufen. Nicht nur beim Menschen unterdrückt Angst leicht die Freude an Erkundung, Spiel, Nachahmung und Kreativität. Ein gewisses Spiel mit der Angst in einem kontrollierten Rahmen (von Abenteuer-Erzählungen über die Geisterbahn bis hin zum Horrorfilm und dem "Thrill" im Extremsport) wird jedoch von vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen - auf unterschiedliche Weise - als lustvoll erfahren ("sensation seeking"). Im subjektiven Erleben reicht Angst von der Furcht vor konkreten Bedrohungen (extrem als Todesangst) über die Verlassensangst (insbesondere bei Säuglingen und kleinen Kindern) bis hin zur Lebens-, Existenz- und Weltangst und kann die Persönlichkeit stark verändern sowie Motivation, Bereitschaft und Handlungssteuerung schwer beeinträchtigen. Daß, wie und welche Tiere bedrohliche Situationen auch subjektiv als Gefahr erleben, also Angst nicht nur physiologisch und behavioral zeigen, sondern auch verspüren (Bewußtsein), läßt sich nicht beweisen, sondern über Analogieschlüsse allenfalls vermuten.

 

Angst hat eine starke psychische Wirkung. Sie kann dazu führen, dass Menschen glauben, stets in Gefahr zu sein und deshalb im alltäglichen Leben überreagieren. Angst wirkt sich demnach auf das Verhalten einer Person aus. Je mehr Angst ein Mensch hat, desto aufmerksamer ist er gegenüber seiner Umwelt.

 

Aufstellungsarbeit

Aufstellung/ Skulpturarbeit: Bei einer Aufstellung wird versucht, die aktuelle Situation eines Systems durch eine Art „Standbild“ darzustellen. Dies kann in einer Einzelberatung mit Objekten (z.B. mit Gegenständen, Spielfiguren oder Sesseln) umgesetzt werden oder aber mit einer Gruppe von Personen.

Bei der letzteren Variante sucht die aufstellende Person „Stellvertreter“ für bestimmte Personen oder auch für Symptome seines Problems. Diese Personen stellt er im Raum nach seinem Empfinden auf, so wie er das System zum Zeitpunkt der Aufstellung erlebt, wie sein inneres Bild des Systems aussieht. Wenn die Aufstellung erfolgt ist, werden diese symbolischen Repräsentationen der Beziehungen unter therapeutischer Begleitung betrachtet und gemeinsam auf deutlich werdende Strukturen, Beziehungskonstellationen, Muster, unterdrückte Konflikte oder ähnliches geblickt.

Hierbei spielt das Erleben der aufstellenden Person eine wichtige Rolle, aber auch die aufgestellten Personen können Rückmeldungen geben, wie sie sich in den verschiedenen Positionen fühlen, welche Gedanken und Empfindungen sie als „Stellvertreter“ haben.

Beispiel aus der Praxis: Aufräumen mit Kindern

Eine Klientin klagte: "Wenn ich meinem Buben sage, er soll aufräumen, tut er das nicht." "Wie alt ist denn das Kind?" fragte ich. "3 Jahre."

Dazu gibt es folgendes zu sagen:

• Lassen Sie ihr Kind in dieser Situation nicht allein. Es könnte leicht überfordert sein und verliert die Lust am Aufräumen. Vermeiden Sie Strafandrohungen. Aufräumen gehört zum Leben und muss gelernt werden. Niemand kann dies ohne Vorbild und ohne Übung! Kinder in diesem Alter können sich maximal 10 Minuten auf eine Sache konzentrieren. Das ist ganz NORMAL. Das heißt, Sie als Mutter sind gefordert, um Ihr Kind zu einem guten Ergebnis zu führen!
Räumen Sie mit Ihrem jungen Kindern gemeinsam spielerisch auf: Bitten Sie Ihr Kind, seine Puppe ins Bett zu legen, singen sie der Puppe ein Schlaflied vor und zeigen Sie dem Kind, wie es seine Puppenkleider zusammenlegen und im Kasten verstauen kann. Geben Sie Ihrem Kind Besen und Schaufel, um Legosteine oder Bausteine zusammenzukehren. Um üben zu können, lassen Sie das Kind auch im Haushalt dabei helfen.
• Machen Sie aus dem sonst langweiliegen Aufräumen ein gemeinsames Spiel: Wer findet die meisten gelben Bausteine? Wer findet die meisten roten Autos? Kann das Kind schneller seine Puppen aufzuräumen als Sie die Bilderbücher?
• Geben Sie Ihrem Kind ganz klare Aufgaben vor. Erst wenn das Kind eine Aufgabe erledigt hat, kann es sich auf die nächste konsentrieren. Die Aufgaben müssen so konzipiert sein, dass seine Geduld und seine Aufmerksamkeitsspanne nicht überstrapaziert wird. Bitten Sie es etwa, die Tiere vom Boden aufzuheben und an ihren Platz zu setzen. Hat es diese Aufgabe erledigt, tragen Sie ihm eventuell eine weitere Aufgabe auf. So hat es schnell ein Erfolgserlebnis, und Sie können sich mit ihm freuen, dass es schon so gut helfen kann, Lob ist hier eine bestätigung und wichtig.
• Helfen Sie Ihrem Kind. Mit einem kleinen Bild oder Foto, das auf der Spielzeugkiste aufgeklebt ist, helfen Sie dem Kind, zu erkennen was in diese Kiste gehört.
Erwarten Sie nicht zu viel und freuen Sie sich mit Ihrem Kind über Erfolge.Ihr Kind kann irgendwann alleine schaffen, was Sie mit ihm geübt haben. So wie in allen Lebensbereichen macht Übung den Meister!

Hier noch eine Anmerkung eines Experten:
Konzentration braucht Interesse. Vorausgesetzt, die Motivation stimmt. „Jedes Kind kann sich wunderbar auf Dinge konzentrieren, die ihm etwas bedeuten“, sagt Prof. Dr. Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universität Göttingen. „Das muss aber nicht das sein, was ­Eltern in diesem Moment für wichtig halten“, weiß der Experte. Hat das Kind kein Interesse, erlahmt die Aufmerksamkeit. So einfach ist das.

Den Spaß am Lernen zu wecken ist vor allem Aufgabe der Eltern – und gar nicht schwer. Am besten läuft es bei gemeinsamen Aktivitäten. So bekommen Kinder nämlich zwischen den Zeilen eine wichtige Lektion mit: Disziplin und Aufmerksamkeit führen zu guten Ergebnissen. Beim gemeinsamen Backen lernt man zum Beispiel dies: Ein Arbeitsschritt nach dem anderen führt zum Teig. Dann muss man noch abwarten, bis der Kuchen gebacken ist. Dafür schmeckt’s dann köstlich.

• Eins nach dem anderen: Geben Sie Ihrem Kind ganz klar umrissene und einfach zu erledigende Aufgaben, die seine Geduld und Aufmerksamkeitsspanne nicht überstrapazieren. Bitten Sie es etwa, die Plüschtiere vom Boden aufzuheben und an ihren Platz zu setzen. Hat es dies erledigt, tragen Sie ihm eventuell eine weitere Aufgabe auf. So hat es schnell ein Erfolgserlebnis, und Sie können sich mit ihm freuen, dass es schon so gut helfen kann, und es dafür loben.
• Spielzeugkisten kennzeichnen: Kleben Sie passende Aufkleber oder aus einem Spielzeugkatalog ausgeschnittene Fotos auf die verschiedenen Kisten, damit Ihr Kind sehen kann, was wo hineingehört.
Die genannten Tipps funktionieren nicht nur bei Kleinkindern, sondern auch im Kindergarten- und frühen Schulalter! Ab etwa vier Jahren können Sie Ihrem Kind im eigenen Zimmer die Verantwortung für einen bestimmten Bereich wie etwa die Puppenecke oder das Regal mit den Bilderbüchern zuweisen. Mit dem Aufräumen eines ganzen Zimmers ist ein Kind im Vor- und Volksschulalter überfordert und braucht die Hilfe von Erwachsenen, die es anleiten.

Beispiel aus der Praxis: Die Tochter ist so schlampig

Vor kurzem erreichte mich ein Hilferuf einer alleinerziehenden Mutter: "Mein Tochter ist so schlampig. Sie räumt nicht auf, sie lässt alles liegen. Wie soll das werden, wenn die Schule wieder anfängt. Sie findet schon jetzt nichts.......und deswegen gibt es nur Ärger in der Familie! Können Sie uns helfen?"

Das Zusammenleben in Familien ist immer wieder eine Herausforderung, wenn es um das Thema Ordnung geht. Eltern haben oft Probleme Ihre Kinder zu verstehen, kindgerechte Anweisungen zu geben und konsequent zu sein. Kinder und Jugendliche haben Schwierigkeiten, sich in die Erwachsenen und deren Bedürfnisse einzufühlen und die Anweisungen umzusetzen.

Die Ressourcen jedes einzelnen Familienmitglieds werden in der Beratung aktiviert und für einen gemeinsamen produktiven Ordnungs-Prozess genutzt. Zusammen können positive Kräfte frei werden, die zuvor niemand für möglich gehalten hat.

◾Unterschiedliche Menschen haben verschiedene Ordnungsvorstellungen.
◾Was für die/den eine/n Chaos bedeutet, ist für die/den andere/n ganz ordentlich.
◾Eltern und Kinder haben oft nicht die gleiche Wahrnehmung, was das Thema Ordnung betrifft.

Der Mutter wurde im Gespräch schnell klar, dass sie die Bedürfnisse und die Ordnung des Teenagers akzeptieren und das Gespräch suchen soll, anstatt zu nörgeln oder das Mädchen andauernd zurechtzuweisen. Wir fanden auch heraus, dass der hohe Anspruch der Mutter an die Tochter, ordentlich zu sein, aus Ihrem eigenen Anspruch entsteht, alles richtig zu machen und aus der Angst, keine gute Mutter zu sein, wenn es im Haus nicht ordentlich und sauber ist. 

Gemeinsam mit Mutter und Tochter fanden wir eine gute Lösung, die beide akzeptieren können und mit der sie sich wieder wohlfühlen. Eine Brücke zwischen Mitter und Kind zu schlagen und die Kommunikation ins Fließen zu bringen, war der erste Schritt. Der zweite Schritte war, beide Seiten zu unterstützen, verstanden zu werden sowie Verständnis für andere aufzubringen. Im dritten Schritt konnte Ordnung ins Haus gebracht und Regeln für die Zukunft festgeschrieben werden.

Beratung

Auf die telefonische Kontaktaufnahme folgt das Erstgespräch in meiner Praxis oder in einem dafür angemieteten Raum. Zunächst findet eine Klärung des Auftrages (was brauchen Sie als Klientin/als Klient) statt. Sie schildern mir Ihre Sorgen und wir schauen gemeinsam, was wir tun können.

Danach folgen vereinbarte Gespräche. Hier findet die Definition kurzfristiger und langfristiger Ziele (was möchten Sie erreichen?) statt. In jeder Beratungsstunde werden gemeinsam die Themen bearbeitet, welche Sie Ihrem Ziel und der Lösung näherbringen. Die Dauer eines Beratungsprozesses richtet sich danach, wie rasch es dem Klienten gelingt, Verhaltensmuster und die Zusammenhänge zu erkennen und gewünschte Veränderungen in das Leben zu integrieren.

Manchmal reicht schon eine Beratungsstunde aus, um Klarheit zu gewinnen. Beratung findet stets über den Zeitraum hinweg statt, der gemeinsam mit der Klientin/ dem Klienten vereinbart wird.

Das Abschlussgespräch kann für ein Resümee genutzt werden, für Feedback oder einer Zusammenfassung des Beratungsweges. Weiter kann auch ein Termin für ein monatliches oder quartalsmäßiges Betreuungsgespräch vereinbart werden. Das ist vor allem im Chaos Coaching empfehlenswert und sinnvoll, da  Klienten oft später eine weitere punktuelle Hilfestellung beim Beseitigen von Unordnung oder dem nächsten Schritt in die Ordnung benötigen. Oft möchten Klienten ein Reflexionsgespräch, wenn sie selbst einen nächsten Entwicklungsschritt gemacht haben. Die Ordnungssysteme, an die teilweise Kontrollsysteme gebunden sind, sind zwar leicht durchschaubar und einhaltbar, trotzdem fühlen sich manche Klienten wohler, wenn ich als Beraterin vor Ort bin.

Grundsätzlich melde ich mich bei meinen Klienten nach Abschluss der Beratung ein Mal, um nachzufragen, wie es Ihnen mit Ihrer neuen Ordnung geht.

Chaos

Unordnung oder Chaos- was war zuerst da?

Unordnung ist eine größere und ungeordnete Ansammlung von Dingen. Diese entsteht nicht von selber. Dinge werden gesammelt, angehäuft, gestapelt, aufgehoben, .....

Jedes weitere Stück, das auf einem Berg von Gerümpel landet, in Schubladen hineingezwängt oder lieblos in der Wohnung verteilt wird, ist eine aufgeschobene Problemlösung, ein abgebrochenes Vorhaben oder eine vertagte Entscheidung.

Chaos entsteht dann, wenn Dinge, Gedanken oder  Emotionen nicht geordnet sind, keinen rechten Platz haben, verschoben, verlegt, zugedeckt und vergessen werden.

Chaos geht über das materielle hinaus und beeinträchtigt unser emotionalen, körperliches und geistiges Wohlbefinden. Ebenso erzeugt es einengende Gedanken.

 

Elternfragen

Vor allem, wenn Eltern und andere Bezugspersonen sich über das Verhalten von Kindern ärgern, rutschen sie oft ganz von selbst heraus:

Die Fragen, auf die es kaum eine adäquate Antwort gibt. Während ältere Kinder ahnen, was die Eltern jetzt hören wollen (zum Beispiel "Entschuldigung" oder "Es tut mir leid"...), machen solche Fragen jüngere Kinder rat- und sprachlos. Das gilt auch für eine andere Art von Fragen, nämlich solche, bei denen das Kind nicht genau weiß, was Mama und Papa eigentlich meinen. Hinterfragt man diese Fragen und beantwortet sie selber, ist es beschämend, von einem jungen Kind eine befriedigende Antwort zu erwarten:

 

Eine Situation von vielenBeim Malen mit der Wasserfarbe kippt der Becher mit dem schmutzigen Pinselwasser um und ergießt sich auf Tisch und Parkett.

Die K. O.-Frage: Warum kannst du nicht aufpassen? 

Was das Kind zwar fühlt, aber nicht sagen kann: Klar kann ich aufpassen! Das mache ich doch dauernd, zum Beispiel draußen auf der Straße. Hast du das noch gar nicht gesehen? Ich passe auch auf, wenn ich ein Buch anschaue, damit es nicht zerreißt. Wer kommt denn auf die Idee, dass man auf einen Becher Wasser auch aufpassen muss? Der steht doch bloß da. Ich habe noch kein Gefühl für Physik und über die Eigenschaften eines vollen Bechers. Jetzt habe ich eine Erfahrung gemacht. Diese macht mich klüger. Vielleicht brauche ich auch mehr von diesen Erfahrungen. Aber sei geduldig mit mir. Irgendwann weiß ich es.....

 

Eine Situation von vielen: Das Kind schießt einem anderen Kind den Ball ins Gesicht, dieses beginnt zu weinen.

Die K. O.-Fragen: Warum hast Du das gemacht? Was hast du dir bloß dabei gedacht?

Was das Kind zwar fühlt, aber nicht sagen kann: Das weiß ich nicht, ich habe das nicht geplant. Es ist mir einfach so passiert, es steckte keine Absicht dahinter. Darüber denkt man doch vorher nicht nach! Ballspielen macht Spaß. Ich dachte, der Ball fliegt anders, ich kann noch nicht so gut meine Kraft und mein Ziel steuern, wo der Ball hingehen soll. Der Ball ist zu groß und zu schwer, ich habe mich überschätzt und gedacht, ich schaffe das ohne Hilfe.....Ich wollte dem anderen Kind doch nicht weh tun, es ist mein Freund.....

 

Eine Situation von vielen: Das Kind isst selbständig. Ein Löffel der Tomatensoße landet mit einem "Platsch" auf der Hose des Kindes.

Die K. O.-Frage: Warum kleckerst Du Dich dauernd an? Habe ich dir nicht schon hundert Mal gesagt, du sollst dich drüber beugen?

Was das Kind zwar fühlt, aber nicht sagen kann: Ich habe das ja nicht absichtlich gemacht. Der Löffel war wahrscheinlich zu voll. Ich konnte nicht abschätzen, was auf den Löffel geht.  Wenn ich mich auf das Essen konzentriere fällt es mir schwer, daran zu denken, dass ich mich über den Tisch beugen soll. Es ist schwierig für mich, da der Tisch für Erwachsene gemacht ist und nicht kindgerecht. Ich bemühe mich, so gut es geht, so zu sitzen, dass ich nicht vom Sessel falle. Dabei trainiere ich alle meine Muskeln, es ist ganz schön anstrengend.....

 

Eine Situation von vielen: Das Kind sitzt in der Badewanne und leert gerade eine Tube Duschgel im Wasser aus. Sie kommen dazu.

Die K. O.-Frage: Warum hast du das gemacht? Das Shampoo kostet viel Geld!

Was das Kind zwar fühlt, aber nicht sagen kann: Ich weiß nicht, was daran schlimm ist, schließlich werde ich damit ja auch von Dir gewaschen und es schäumt so schön und es duftet doch gut! Eigentlich aber, weil es Spaß macht!  Aber ich ahne, dass du das jetzt nicht hören willst, weil du so böse schaust. Weißt Du eigentlich wie gefährlich es ist, ein Kind alleine in der Badewanne sitzen zu lassen?  Ich müsste wütend auf Dich sein, weil Du mich alleine lässt und mich in eine gefährliche Situation bringst. Wärst Du hier gewesen, hättest Du mein Handeln unter Kontrolle. Stell Dir vor ich hätte das Shampoo getrunken, wo es doch so gut nach Apfelsaft riecht.....

Darüber, was das Duschgel kostet, kann ich nicht nachdenken, denn Geld kommt in meiner Erlebniswelt noch nicht vor. Wenn ich einmal gelernt habe, was Geld ist und wie man damit umgeht, verstehe ich was Du meinst.

 

Eine Situation von vielen: Die Eltern wollen die Nachrichten hören, das Kind stört.

Die K. O.-Fragen: Habe ich Dir nicht schon hundert mal gesagt, dass du leise sein sollst?  Hörst du mir eigentlich zu?

Was das Kind zwar fühlt, aber nicht sagen kann: Vielleicht habe ich die letzten 99 Mal nicht mehr gehört, weil du immer so viel meckerst. Ich werde mich zukünftig bemühen, mit meiner Aufmerksamkeit bei Dir zu sein. Leise zu sein ist in dieser Familie sehr schwierig, denn wenn ich nicht schreie hört IHR mich nicht. Ihr redet selber so laut, aber ihr merkt es erst, wenn ich noch lauter bin.....

 

Eine Situation von vielen:  Das Kind ist hingefallen und hat sich das Knie aufgeschlagen.

Die K. O.-Fragen:  Ist schon wieder gut. Das hat doch gar nicht weh getan, oder?

Was das Kind zwar fühlt, aber nicht sagen kann: Also, jetzt bin ich echt sprachlos! Natürlich hat das weh getan! Und es tut noch immer weh. Hast DU Dir noch nie das Knie aufgeschlagen? Ich hätte fast ein bisschen geweint, hast du das nicht gesehen? Wenn Du mir kein Pflaster anbietest und meine Wunde liebevoll versorgst, werde ich weinen und schreien, und  Dir damit sagen, WIE weh das tut.....

Flow

Waren Sie auch schon einmal oder öfter so in eine Beschäftigung vertieft, dass Sie die Welt rund um sich vergessen haben?

Kindern gelingt es vor allem im Spiel besonders gut, sich in den Flow-Zustand zu versetzen. Dieses Gefühl der „Weltvergessenheit“ kann sich in vergleichbarer Weise bei einem Erwachsenen einstellen, der unter „Vergessen“ der Bedürfnisse nach Essen oder Schlafen in langen Nachtarbeiten das Tüfteln an einer faszinierende Problemlösung verfolgt. In einer solchen Phase entsteht ein sich Selbst- und die Zeit vergessen. 

Die Tätigkeit darf nicht so anspruchsvoll sein, dass man überfordert ist, denn dann ist die Leichtigkeit und Mühelosigkeit nicht mehr gegeben und es kann nicht fließen. Ist eine Anforderung zu einfach, dann ist der Tätige unterfordert und das Flow-Gefühl setzt nicht ein.

Das Flow-Erlebnis wird durch diese beiden Faktoren Mindestanforderung und Anforderungsgrenze begrenzt.

Forderungen eines Kindes an seine Eltern

1. Verwöhne mich nicht!
Ich weiss genau, dass ich nicht alles bekommen kann – ich will dich nur auf die Probe stellen.

2. Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben!
Mir ist Haltung wichtig, weil ich mich dann sicherer fühle.

3. Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht, wenn es sich vermeiden lässt!
Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du zu mir leise und unter vier Augen sprichst.

4. Sei nicht fassungslos, wenn ich zu dir sage: „Ich hasse Dich!“
Ich hasse nicht dich, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.

5. Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns!
Ich muss auch peinliche und schmerzliche Erfahrungen machen, um innerlich zu reifen.

6. Meckere nicht ständig!
Ansonsten schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle.

7. Mach keine vorschnellen Versprechungen!
Wenn du dich nicht an deine Versprechungen hältst, fühle ich mich schrecklich im Stich gelassen.

8. Sei nicht inkonsequent!
Das macht mich unsicher und ich verliere mein Vertrauen zu dir.

9. Unterbrich mich nicht und höre mir zu, wenn ich Fragen stelle!
Sonst wende ich mich an andere, um dort meine Informationen zu bekommen.

10. Lach nicht über meine Ängste!
Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mir helfen, wenn du versuchst, mich ernst zu nehmen.

11. Denke nicht, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen!
Ehrliche Entschuldigung erweckt in mir ein Gefühl von Zuneigung und Verständnis.

12. Versuche nicht, so zu tun als seist du perfekt oder unfehlbar!
Der Schock ist groß, wenn ich herausfinde, dass du es doch nicht bist.

Ich wachse so schnell auf und es ist sicher schwer für dich, mit mir Schritt zu halten.
Aber jeder Tag ist wertvoll, an dem du es versuchst.

Verfasserin: Lucia Feider

 

Gerümpel

Was für einen Menschen überflüssiges Gerümpel ist, kann für einen anderen ein wertvoller Schatz sein.

Wie bezeichnen Sie Ihr Gerümpel ? Kram, Plunder, Altes Zeug, Trödel, Müll, Krempel, Erbstück, Sperrmüll, Sammlung, Schnäppchen...?

Umgangssprachlich steht "Gerümpel" für alles, was nicht mehr gebraucht wird oder weggeschmissen werden sollte weil es kaputt oder defekt ist. In jedem Fall ist ein Gerümpel ein Gegenstand, der herumsteht/liegt, Platz verschwendet und den Weg zum Müll noch nicht gefunden hat. Manchmal hat Gerümpel noch Gebrauchswert, wurde in manchen Fällen noch nie verwendet- oft hat Gerümpel für den Besitzer Bedeutung und erzeugt eine emotionale Bindung. Der Karton mit den Theaterkarten der vergangenen 30 Jahre...die Zeichnungen der Kinder...die Schachteln mit den Urlaubserinnerungen...die zu kleine Designer-Jean zum Schnäppchenpreis...

Gerümpel verstellt Platz, blockiert Türen und sammelt sich in und hinter Kästen, unter Betten, in Kellern und auf Dachböden. Das sind die Dinge, die wir irgendwann noch brauchen könnten, in Reserve haben müssen, die uns das Gefühl des persönlichen Besitzens geben, die uns Sicherheit geben, die zu schade zum Wegwerfen sind weil sie weder kaputt noch gebraucht sind, für die man so viel Geld bezahlt hat...usw.

Gerümpel ist Luxus, den wir uns leisten, denn es macht aus einem Wohnraum, für den Menschen monatlich viel Geld an Miete bezahlen, einen teuren Stauraum für die Aufbewahrung ihres Krempels.

Interventionen

Interventionen sind Fragen, Bemerkungen, Einwände, Denkanstöße und Aufgabenstellungen, die ich als Beraterin einbringe, um dem Beratungsverlauf eine neue Richtung zu geben oder blockierende Verhaltensmuster zu unterbrechen, aber auch um den Weg, auf dem der Klient schon ist, zu stabilisieren. Systemischen Fragetechniken dienen dem Informationsgewinn, sind aber gleichzeitig auch Interventionen. Alle systemischen Fragetechniken haben das Ziel, Informationen über das System zu gewinnen. Des Weiteren sollen die Systemmitglieder durch die Fragen angestoßen werden, neue Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln und zu erkennen.

Eine paradoxe Intervention bedeutet in der Regel die beabsichtigte Empfehlung des problematischen Verhaltens und ist somit ein Auftrag, der eigentlich das Gegenteil dessen bezwecken möchte, was er besagt (deswegen „paradox“ für „widersprüchlich“).  

Durch derartige Interventionen gerät das erstarrte, unflexible System wieder in Bewegung und hat die Chance, alte Regeln und Muster zu revidieren und sich neu zu organisieren

Kontaktaufnahme

Wenn Sie das Gefühl haben, dass ich für Sie und Ihr Anliegen als Beraterin in Frage komme, schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an! Gemeinsam können wir Lösungswege erarbeiten und das Chaos in Ihrem Leben beseitigen.

Auf die telefonische Kontaktaufnahme folgt das Erstgespräch in meiner Praxis. Zunächst findet eine Klärung des Auftrages (was brauchen Sie als Klientin/als Klient) statt. Sie schildern mir Ihre Sorgen und wir schauen gemeinsam, was wir tun können.

Danach folgen vereinbarte Gespräche. Hier findet die Definition kurzfristiger und langfristiger Ziele (was möchten Sie erreichen?) statt. In jeder Beratungsstunde werden gemeinsam die Themen bearbeitet, welche Sie Ihrem Ziel und der Lösung näherbringen. Die Dauer eines Beratungsprozesses richtet sich danach, wie rasch es dem Klienten gelingt, Verhaltensmuster und die Zusammenhänge zu erkennen und gewünschte Veränderungen in das Leben zu integrieren.

Manchmal reicht schon eine Beratungsstunde aus, um Klarheit zu gewinnen. Beratung findet stets über den Zeitraum hinweg statt, der gemeinsam mit der Klientin/ dem Klienten vereinbart wird.

Das Abschlussgespräch kann für ein Resümee genutzt werden, für Feedback oder einer Zusammenfassung des Beratungsweges. Weiter kann auch ein Termin für ein monatliches oder quartalsmäßiges Betreuungsgespräch vereinbart werden. Das ist vor allem im Chaos Coaching empfehlenswert und sinnvoll, da  Klienten oft später eine weitere punktuelle Hilfestellung beim Beseitigen von Unordnung oder dem nächsten Schritt in die Ordnung benötigen. Oft möchten Klienten ein Reflexionsgespräch, wenn sie selbst einen nächsten Entwicklungsschritt gemacht haben. Die Ordnungssysteme, an die teilweise Kontrollsysteme gebunden sind, sind zwar leicht durchschaubar und einhaltbar, trotzdem fühlen sich manche Klienten wohler, wenn ich als Beraterin vor Ort bin.

Grundsätzlich melde ich mich bei meinen Klienten nach Abschluss der Beratung ein Mal, um nachzufragen, wie es Ihnen mit Ihrer neuen Ordnung geht.

Krisen

Wenn Menschen in ihrer momentanen Lebenssituation belastenden Ereignissen oder Lebensumständen konfrontiert werden, die bisherige Lebensziele in Frage stellen, spricht man von einer Krise.

  • Die Betroffenen können diese Situation zu diesem Zeitpunkt nicht mit ihren gewohnten und bewährten Lebensbewältigungsstrategien meistern. Wenn diese bewährten Bewältigungsstrategien versagen, ruft dies bei den Betroffenen meist das Gefühl von Überforderung hervor. Dies wird als bedrohlich erlebt. Dadurch entstehen Ärger, Verzweiflung, Traurigkeit, Spannung und Stress.
  • Alle zur Verfügung stehende körperliche und auch seelische Kraft wird in die Problembewältigung investiert. Dadurch tritt eine Ressourcenverschiebung ein und Herausforderungen des Alltags können nicht mehr bewältigt werden. Dies beeinträchtigt das Selbstwertgefühl.
  • Erfolgt hier keine rechtzeitige Unterstützung, können Gewalt- und Aggressionshandlungen die Folge sein. Längerfristig kann es zu Alkohol- und Medikamentenmissbrauch, psychosomatischen oder psychischen Störungen oder im schlimmsten Fall zu Suizidgedanken kommen.

Krisen können aber auch ein Anstoß sein, dem eigenen Leben eine neue Wendung zu geben und somit die Erfahrung von Weiterentwicklung und Reifung bewirken. Wenn Sie jemanden brauchen, der Sie durch eine Krise begleitet, kontaktieren Sie mich.

Meine Aufgabe als Lebens-und Sozialberaterin

Lebens- und Sozialberatung bildet seit dem 01.01.1989 neben Medizin, Psychologie und Psychotherapie die vierte Säule des österreichischen Gesundheitswesens. Sie ist ein wichtiger Aspekt der Gesundheitsvorsorge und wirkt in alle Bereiche des Lebens.

„Lebens- und Sozialberatung ist die professionelle Beratung und Betreuung von Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen. Sie unterstützt und berät Einzelne, Paare, Familien, Teams und Gruppen beim Erarbeiten von Lösungen.“

Preise

 

In meiner Beratung steht der Mensch und nicht das Honorar im Mittelpunkt. Ihre Angaben diesbezüglich werden ebenso wie alle anderen vertraulich behandelt.

Das halbstündige Erstgespräch, welches in meiner Praxis oder in einem angemieteten Raum erfolgt, dient dem gegenseitigen Kennenlernen und ist kostenlos. Sie erzählen mir Ihr Anliegen und ich stelle mich und meine Arbeitsweise vor. So können wir eine gute Basis für unsere Zusammenarbeit schaffen. (siehe Kontaktaufnahme und Beratung)

In diesem Gespräch wird auch die Vereinbarung des Honorars für die Beratung ein wichtiges Thema sein. Gerne können Sie mich aber bereits beim ersten Telefon- oder Mailkontakt danach fragen.

Ich ersuche Sie, vereinbarte Termine die Sie nicht wahrnehmen können, bis spätestens 24 Stunden vorher per Mail an oder unter der Telefonnummer 0699/12184418 abzusagen.

Wird ein Termin von Ihnen kurzfristig abgesagt (weniger als 24 Stunden) stelle ich das halbe Honorar in Rechnung. Bei fehlender Absage wird das gesamte Honorar in Rechnung gestellt, da ich mir den Termin nur für Sie freigehalten habe und kurzfristig keinen Klienten ersatzweise einladen kann. Eine Ausnahme ist eine kurzfristige Erkrankung unter Vorlage einer Krankmeldung.

Kontaktieren Sie mich, auch wenn Sie glauben, nicht die erforderlichen Mittel für eine Beratung aufbringen zu können. Sie können gerne mein Angebot gestaffelter Preise in Anspruch nehmen.

Im gemeinsamen Gespräch finden wir eine gangbare Lösung.

 

Rituale

Rituale als gemeinsame, sinnstiftende Handlungen verbinden die daran beteiligten Menschen und schaffen eine hohe Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit.

Rituale einer Gruppe von Menschen können deren Selbstverständnis verdeutlichen. Rituale können im Beratungsprozess auch genutzt werden, um eine alte Struktur innerhalb eines geschützten Rahmens in eine neue zu führen.

Es gibt eine Sehnsucht jedes Menschen nach Ritualen zu allen großen Ereignissen im Leben. Dabei handelt es sich meist um einen von der Gesellschaft oder einem Personenkreis festgelegten Ablauf. Solche Ereignisse sind beispielsweise  bedeutende Lebensübergängen wie die Geburt, Hochzeiten, Geburtstagsfeste, Beerdigungen. (Taufe, Kommunion, Firmung)  In vielen Kulturen gibt es Initiationsriten als Übergang ins Erwachsenenalter. Dabei ist es für viele Menschen bedeutsam, diese Feste in einer Gemeinschaft begehen zu können.

Stress

Unter Stress versteht man die Beanspruchung des Menschen durch Belastungen. Das sind objektive, von außen her auf den Menschen einwirkende Faktoren. Diese können z. B. physikalischer Natur sein wie Kälte, Hitze, Lärm, diverse Geräusche, starke Sonneneinstrahlung usw. oder durch Zigaretten-Rauch, Gerüche, Beschaffenheit von Nahrungsmitteln, Schmutz, Tiere usw. hervorgerufen werden.

Ebenso können psychische Belastungen und bestimmte persönliche Einstellungen und Erwartungshaltungen sowie Befürchtungen auf emotionaler Ebene Stressoren sein. Stress ist also die Anpassung des Körpers an diese Stressoren bzw. seine Reaktion auf diese. Beziehungskonflikte, Reizüberflutung, Termindruck, Zeitmangel, Mobbing, Ängste, Isolation usw. sind Psychosoziale Stress-Faktoren.

Stress macht sich bemerkbar:

  • körperlich: Schwitzen, Übelkeit,  Enge in Kehle und in der Brust, Übersensibilität bei Lärm, Atemlosigkeit, Muskelschwäche, Muskelverspannungen, Energiemangel, trockener Mund, Magen- und Darmprobleme, Haarausfall, Hörsturz, Gelenkschmerzen, Schwächung des Immunsystems, Magnesium- und Kalziummangel, erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Hautausschlag, Schlaganfall und Herzinfarkt, Schlafstörungen.
  • Im Verhalten: Konzentrationsmangel, Appetitlosigkeit, Geistesabwesenheit, sozialer Rückzug, Träume über das Ereignis, Vermeidung von Nähe, Weinen, Hüten von „Schätzen“.
  • Bei Kindern: Daumen lutschen, Bettnässen, Stottern, Klammern, Angst im Dunkeln, Schulangst, Schlafstörungen, Essstörungen usw.

Viele Menschen stehen in unserer schnelllebigen und konsum- und leistungsorientierten Gesellschaft unter Stress. Dieser kann sich auf die physische und psychische Gesundheit negativ auswirken und die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen. Menschen können in Stresssituationen meist keinen klaren Gedanken fassen, oft keine Entscheidungen treffen, können sich nicht konzentrieren, Dinge nicht zu Ende bringen, Energie und Motivation gehen verloren. Auch Kinder sind immer öfter einer Stressbelastung ausgesetzt und reagieren dementsprechend mit Stressreaktionen.

Ordnung zu machen oder zu halten ruft in vielen Personen zusätzlichen Stress hervor. Einerseits wegen möglicher oben genannter Faktoren und andererseits wegen des Drucks, der Erwartung anderer und den eigenen Vorstellungen und Idealen entsprechen zu müssen (z.B. Perfekter Haushalt)

Wenn Ihnen alleine das Denken an Ihre (Un-)Ordnung, Ihr Chaos oder das Aufräumen Stress verursacht und Sie das Gefühl haben, die Situation nicht alleine bewältigen zu können, rufen Sie mich an. Ich unterstütze Sie beim "Zur Ordnung finden ohne Stress".

Stressreaktion

Als Stressreaktion wird ein subjektiver Zustand bezeichnet, der aus der Befürchtung entsteht, dass eine stark aversive, zeitlich nahe und subjektiv lang andauernde Situation wahrscheinlich nicht vermieden werden kann.

Das bedeutet, dass der Mensch eine Abneigung (Aversion) gegenüber einer bestimmten Art von Reizen oder Objekten hat. (Bestimmte Dinge, Menschen, Handlungen, Gerüche, Speisen oder ähnliches. Der Organismus, reagiert auf diese Reize mit Unlust. Die Person glaubt, dass sie zum Zeitpunkt nicht in der Lage ist, die Situation zu beeinflussen oder durch Einsatz von Ressourcen zu bewältigen.

Stress durch Kaffee

Oft erzählen mir Klienten, dass sie sich in einem Zustand befinden, in dem sie starken Stress empfinden. Oft ist in der Arbeit gar nicht so viel zu tun, die Termine sind überschaubar und die Bewältigung des Alltags müsste schaffbar sein.

Dennoch empfinden all diese Menschen Stress in Form von Unruhe und Gereiztheit, Unzufriedenheit und der Unsicherheit, etwas vergessen zu haben, sich ständig ordnen zu müssen und mit Alltagssituationen nicht fertig zu werden.

Es ist hauptsächlich das Stresshormon Adrenalin, das bei Menschen die entscheidenden Energiereserven freisetzt, um beispielsweise einen Wettkampf zu gewinnen, einer Aufgabe gewachsen zu sein, durchzuhalten.

Das Stresshormon Adrenalin erhöht bekanntlich den Herzschlag, steigert die Muskelfunktion und versetzt unseren Körper in die Lage, Gefahrensituationen besser zu meistern. Adrenalin half bereits unseren Vorfahren dabei, vor Raubtieren zu fliehen oder gegen sie anzukämpfen. Auch wenn wir Menschen heute eher selten gegen Raubtiere kämpfen müssen, schüttet unsere Nebenniere in Stresssituationen Adrenalin aus.

Wussten Sie, dass auch Kaffee die Adrenalin- Produktion anregt und uns dadurch in eine unsinnige Stresssituation versetzt? Außerdem reduziert das Koffein im Kaffee den Serotoninspiegel und erhöht den Noradrenalinspiegel. Noradrenalin wird mithilfe eines Enzyms aus Dopamin hergestellt. Im Gehirn ist der Neurotransmitter vor allem für die Steuerung des Wachheitsgrades und der Aufmerksamkeit verantwortlich. Deshalb haben wir das Gefühl, Kaffee macht uns aufmerksamer, wacher und leistungsfähiger! Epinephrin und Norepinephrin sind verantwortlich für die Steigerung der Herzfrequenz und des Blutdrucks sowie für das Gefühl, sich in einer Notfallsituation zu befinden. Manche Menschen haben nach dem Genuss mehrerer Kaffee-Portionen oder eines starken Kaffees Herzklopfen.

Koffein wirkt, indem es ein Hormon imitiert, das den Nebennieren signalisiert, mehr Adrenalin auszustoßen. Ihre Nebennieren müssen von einem Moment auf den anderen dieselben Stresshormone produzieren, die ausgeschüttet werden, wenn Sie eine Bedrohung oder Gefahr ausmachen. Ihre Muskeln spannen sich an, Ihr Blutzuckerspiegel steigt an, um zusätzliche Energie freizusetzen, Ihr Puls und Ihre Atmung beschleunigt sich und Ihre Aufmerksamkeit wird gesteigert, um die Gefahr in Ihrer Umgebung entweder bekämpfen zu können, oder ihr zumindest zu entkommen.

Das Koffein im Kaffee regt also die Adrenalin- Produktion in der Nebenniere an und versetzt den menschlichen Körper in diesen Kampf-oder-Flieh-Zustand, also in Stress.  Dies ist jedoch ziemlich unnütz, wenn man am Schreibtisch sitzt und sich lediglich mit dem PC rumschlägt, denn wenn der Adrenalin-Kick wieder abebbt, bekommt man Anzeichen wie Erschöpfung, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Reizbarkeit zu spüren. Dies ist der Moment, in welchem man aufsteht, zur Kaffeemaschine geht und den nächsten Koffein-Schub sucht. Beobachten Sie bei sich selbst diese innere Unruhe nach dem Kaffeekonsum, meiden Sie einige Zeit dieses Getränk und  kontrollieren Sie die Reaktionen.

Sprache

Der Sprache wird in den Fachdisziplinen, bei denen es primär um die Arbeit mit menschlichen Veränderungen geht, besondere Relevanz beigemessen.

Nur der Mensch besitzt das komplexe Kommunikationsmittel der Sprache. 

Menschen leben in diversen Kulturen und sprechen unterschiedliche Sprachen, geschätzt sind es ca.7000. Die Struktur jeder einzelnen Sprache prägt die Art und Weise, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Sprache hat einen verblüffenden Einfluss auf das Denken: 

Ein Wort erhält stets jene Bedeutung, die man ihm gibt. Diese Bedeutung erwächst zumeist aus dem sozialen System in dem sich Betroffene bewegen und das aus Menschen besteht. Wenn die gewählten Worte mit Vorurteilen, Stigmata oder negativen und angstauslösenden Erwartungshaltungen verbunden sind, dann sind Worte oft in der Lage, heftige Gefühle und Affekte auszulösen, denn Worte wirken. Worte konstruieren die Wirklichkeit, in der die Menschen leben, oft auch ihre Identität (wir sind, was wir glauben, dass wir sind).

Die Worte zu verändern, und somit die Realität, bewirkt eine Veränderung der Haltung einem Problem gegenüber und bringt den Menschen näher zu seiner Lösung.

 

Trauer

Trauer wird durch unterschiedliche Form von Verlust ausgelöst. Der Verlust eines Menschen, eines Gegenstandes, der Verlust an Selbstachtung, Verlust der eigenen Gesundheit, eines Körperteils oder einer Funktion, sowie der Verlust des Arbeitsplatzes und die damit verlorene Existenzgrundlage können Trauer auslösen.

Trauer ist keine Erkrankung sondern eine natürliche Reaktion auf den Verlust. Je nach Kultur kennen wir unterschiedliche Rituale der Verabschiedung und der Trauerbewältigung. Jeder Mensch soll für sich selbst im richtigen Moment die Form wählen, die ihm am meisten zusagt. Wir sind es gewohnt, möglichst gut zu funktionieren. Trauer ist aber nicht wie Kopfweh, das man mit einer Tablette in einer bestimmten vorhersehbaren Zeit beseitigen kann. Trauer ist komplexer. Verlust reißt eine Wunde in unsere Seele und kann erst von dem verstanden werden, der Trauer selbst erlebt hat.

Zahlreiche Begriffe beschreiben die traurigen Empfindungen. Menschen sagen, sie sind todtraurig, erschüttert, einsam, verzweifelt, enttäuscht, bedrückt, deprimiert, entmutigt, hilflos, leidend, elend, besorgt oder bestürzt. Trauer gehört zu den Emotionen, die am längsten andauern. Das Gefühl der Trauer kann so überwältigend sein, dass es in Wellen immer wieder auftaucht. In der Trauer erlebt der Mensch häufig zusätzlich Emotionen wie Zorn, der sich nach außen richtet – auf Gott und die Welt oder Wut, die sich nach innen richtet – auf sich oder das eigene Versagen.

Dazu sagt eine der großen Trauer- Forscherinnen, Elisabeth Kübler-Ross: "Einer Zeit, in der man den Tod nicht wahrhaben will, folgt ein Abschnitt, in dem die Emotionen durchbrechen, danach geht es darum, die Realität zu akzeptieren und sich zu lösen, um schließlich mit dem Geschehenen Frieden zu schließen und mit einer neuen Sicht auf sich selbst und die Welt wieder ins Leben zurückzukehren."

Wenn Sie eine Begleitung für Ihren Trauerprozess brauchen, bin ich gerne für Sie da.

Unerfüllter Kinderwunsch

Haben Sie einen unerfüllten Kinderwunsch und suchen Sie Hilfe bei der Bewältigung?

Franziska Ferber arbeitet  seit Jahren mit Leib und Seele, Hirn und Herz als Coach. Aus eigenem, langjährigem Erleben des Kinderwunsches weiß sie, wie sehr man sich nach einem Kind sehnen kann.

Folgendes Beratungs-Angebot gibt es auch für Sie, online.

Franziska Ferber:

"Gemeinsam erarbeiten wir den für Sie nächsten sinnvollen, r-ICH-tigen Schritt auf Ihrem Weg – ob für Sie persönlich , für die Partnerschaft, den Umgang mit Freunden oder der Familie.  Mein Kinderwunsch Coaching hilft Ihnen, die Gedanken zu sortieren, die Optionen zu durchdenken… und dann Veränderungen anzustoßen, auszuhalten… und mutig vorwärts zu gehen. Denn Sie können etwas tun. Wie und was? Darum kümmern wir uns gemeinsam – bis wir eine Lösung gefunden haben, die zu Ihnen passt! Oftmals reichen schon einige wenige Stunden aus.
Glauben Sie mir: Ein Kinderwunsch Coaching ist eine Chance für Sie, endlich wieder leichter zu leben! "

www.kindersehnsucht.de

Verlust und Trennung

Viele Menschen, die plötzlich einen Verlust erleben, fehlt in ihrer Lebensplanung auf einmal die Orientierung und sie verlieren bereits gesteckte Ziele aus den Augen. Die Frage, wie das Leben nun werden wird, kann niemand beantworten. Das Tröstliche ist, dass mit Hilfe von Beratung ein Perspektivenwechsel und ein Blick nach vorne möglich wird und neue Aspekte im Leben eine wichtige Rolle spielen dürfen.

Beim Verlust der Arbeit, werten Menschen sich selbst wegen ihrer Situation ab und verlieren immer mehr an Selbstachtung. Schuldzuweisungen an sich selbst und andere begleiten das Gefühl des Nicht- gebraucht Werdens. Sie projizieren ihre Erfahrung aus der Vergangenheit in die Zukunft und malen sich aus, was noch Schlimmes passieren könnte. Die Existenz scheint in jedem Fall (auch wenn wirtschaftlich vorgesorgt wurde) in Gefahr zu sein.

Erlebt eine Person die Trennung von einem (geliebten) Menschen, weiß sie meist nicht, wie sie den Verlust aushalten oder verhindern soll. Ihre Gedanken kreisen um das Problem, den Schmerz, die Angst vor der Zukunft, dem Leben, das sie nicht glaubt, (alleine) meistern zu können. Der Körper reagiert mit permanenter Anspannung, innerer Unruhe und Gereiztheit. Die Konzentration lässt nach, durchzuschlafen ist schier unmöglich.

Der Tod eines Lebewesens kann Hinterbliebene in eine große Krise stürzen. Ähnlich wie bei der Trennung glauben die Betroffenen, den Schmerz und den Verlust nicht ertragen zu können. Allerdings kommt hier erschwerend dazu, sich mit der Akzeptanz der Endgültigkeit auseinanderzusetzen. Sie fühlen sich weit von den anderen Menschen getrennt, die scheinbar ohne Probleme durchs Leben gehen, während sie selbst eine solch große Bürde zu tragen haben. Sie glauben, dass sie nie wieder fröhlich sein können und dass es kein lebenswertes Leben nach dem Verlust gibt.

Wenn Sie jemanden an Ihrer Seite brauchen, der Sie durch eine Krise begleitet, kontaktieren Sie mich.

Wohngemeinschaft

 

Das Leben in einer Wohngemeinschaft bietet einzigartige Erfahrungen. Speziell für junge Menschen, die vielleicht das erste Mal wo anders wohnen, als zu Hause bei der Kernfamilie, ist dies aufregend. Aber auch Menschen reiferen Alters entscheiden sich für Wohngemeinschaften, um sich im Falle von Alter und Krankheit gegenseitig versorgen zu können.

Häufig steht jungen Erwachsenen, die eine Arbeit beginnen oder ein Studium anfangen, ein Umzug in eine andere Stadt bevor und damit auch die Entscheidung, wo und in welcher Form sie leben möchten. Wer sich für das Leben in einer WG entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es mehrere Arten von Wohngemeinschaften gibt.

BewohnerInnen von Zweck-WGs wohnen meist nur aus dem Grund zusammen: um Geld zu sparen. Das heißt, sie teilen sich die Miete und die anfallenden laufenden Kosten. Für sie ist es nicht unbedingt von Bedeutung, ob sie persönlich mit ihrem Mitbewohner oder ihren Mitbewohnern harmonieren. Im Vordergrund steht das kostengünstige Wohnen. Das Leben in einer Wohngemeinschaft kann jedoch genau aus dem Grund scheitern, wenn ein Mitbewohner, eine Mitbewohnerin eine andere Vorstellung von Zusammenleben vertritt als andere. (Sauberkeit, Kommunikation, Ordnung, Strukturen)

In Wohngemeinschaften, in denen auch das "Miteinander" eine wichtige Rolle spielt, ist es den Mitbewohnern wichtig, Zeit miteinander zu verbringen, miteinander zu lernen, zu diskutieren, zu kochen, gemeinsam zu Essen, Spieleabende oder Partys zu veranstalten bis hin zum gemeinsamen Ausgehen. In diesen WGs hat die Kommunikation einen hohen Stellenwert. 

Wie viel Zeit man mit seinen MitbewohnerInnen verbringen möchte, kann von Wohngemeinschaft zu Wohngemeinschaft unterschiedlich sein und es sich auch von zeit zu Zeit ändern. Da es in WGs öfter als in anderen Wohnkonstellationen aus unterschiedlichen Gründen zu Wechseln der Mitbewohner kommen kann, ist Anpassungsfähigkeit und Toleranz von Vorteil. Jede Wohngemeinschaft organisiert sich zwar ähnlich wie eine Familie, in der man sich aufeinander einstellt und im Idealfall gut miteinander auskommt, birgt aber trotzdem mögliche Reibungspunkte und Konfliktpotential, das es zu beachten gibt. 

Wenn Sie in Ihrer Wohngemeinschaft Hilfe bei der Organisation des Alltags oder Unterstützung bei der Kommunikation und/ oder der Beseitigung des Chaos brauchen, rufen Sie mich an.

 

Ziele

Als Ziel bezeichnet man einen wünschenswerten Zustand in der Zukunft. Diese Zukunft kann in einem Monat sein, in einem halben Jahr oder in 1 Jahr. Jeder Mensch hat eine individuelle Vorstellung von dem, was er in welchem Zeitraum erreichen möchte. Ziele dienen der Motivation und werden oft als Sinn für unser Handeln bezeichnet. Ziele werden in kurz-, mittel- und langfristig unterteilt, um Erfolge greifbarer und erreichbarer (Zwischenziele) zu machen.

Ziele haben Macht. Sobald Sie sich konkret ein Ziel vor Augen gesetzt haben, sich etwas vorgenommen haben, was Sie erreichen möchten (Ordnung im Leben, eine Ausbildung zu beenden, eine Prüfung zu bestehen, ein neuer Job, die Gründung einer Familie, der Kauf eines Hauses, ein Traumurlaub...) scheint ihr Denken und Fühlen darauf ausgerichtet zu sein. Bereits die konkrete Vorstellung, ein Ziel erreicht zu haben, sowie die Vorfreude auf dem Weg dahin, gibt auch die notwendige Kraft und die Ausdauer ein Ziel zu verfolgen.

Um aus einem Wunsch ein Ziel zu formulieren, kann man diesen aufschreiben und es wird greifbarer. Das zu Papier bringen beinhaltet etwas Feierliches, und verstärkt, dass Sie mit sich selbst einen "Vertrag" schließen, den Sie gewillt sind, einzuhalten. Aus den losen Gedanken oder Wünschen  wird nun eine konkrete Absichtserklärung.

Zunächst ist es wichtig, kurzfristige und langfristige Ziele zu definieren (was möchten Sie erreichen?). In jeder Beratungsstunde werden gemeinsam die Themen bearbeitet, welche Sie Ihrem Ziel und der Lösung näherbringen. Die Dauer eines Beratungsprozesses richtet sich danach, wie rasch es dem Klienten gelingt, Verhaltensmuster und die Zusammenhänge zu erkennen und gewünschte Veränderungen in das Leben zu integrieren, um so seine Ziele zu erreichen.